25.04.2025 - Pfälzischer Merkur -

Mehrere gute Nachrichten vom Bahnhaltepunkt Rosengarten

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Zweibrücken • Die lange umstrittene neue Haltestelle wird gut angenommen. Jetzt ist auch der Park-and-Ride-Parkplatz eröffnet – zumindest für Autofahrer. Die dürfen, anders als zunächst geplant, auch nach links abbiegen. Zwei Angebote lassen aber noch auf sich warten.
Von Benedict Heck

Der Park-and-Ride-Parkplatz an der Bahnhaltestelle Rosengarten, der Auto- und Fahrradfahrer gleichzeitig zufriedenstellen soll, ist nun offiziell eröffnet. Zumindest der Parkplatz für Pkw. Alle anderen müssen sich noch voraussichtlich zwei Monate gedulden. Das hat Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) bei der ersten kleinen Eröffnungsfeier des Parkplatzes am Donnerstagnachmittag mitgeteilt.

Mitte 2024 war der Bau des Park-and-Ride-Parkplatzes vom Stadtrat beschlossen worden (wir berichteten). Neben E-Ladesäulen für Elektroautos sollen dort zehn Fahrradboxen sowie eine überdachte Fahrradabstellanlage für 16 Räder angeboten werden. Bürgerinnen und Bürger sollen hier ihre Fahrräder und Autos abstellen können und dann direkt an dem anliegenden Bahnhaltepunkt „Rosengarten“ (der seit Dezember 2021 in Betrieb ist) in den kommenden Zug auf der Regionalbahn-Strecke Saarbrücken–Zweibrücken–Pirmasens springen.

Bereits vor dem Bau der Bahnhaltestelle hatte es einige Bedenken aus der Bevölkerung und auch einer Minderheit im Stadtrat gegeben, ob denn überhaupt Bedarf für eine dortige Haltestelle besteht, zumal der Rosengarten sieben Minuten zu Fuß entfernt ist. Aber auch diesen Bedenken hat der Oberbürgermeister am Donnerstag im Laufe der Eröffnungsfeier den Wind aus den Segeln genommen: „Wie die Bahn mitteilt, sind die Passagierzahlen sehr gut. Im Schnitt nutzen täglich etwa 200 Bürger die Haltestelle.“

Speziell möchte sich die Stadt auch bei den Wassersportfreunden Zweibrücken bedanken, deren Bootshaus akut von der Sperrung durch die Baumaßnahmen betroffen war. Wosnitza bedankt sich auch bei allen Beteiligten, die den Bau unterstützt haben. Hierunter fallen unter anderem auch das Ingenieurbüro Schönhofen aus Kaiserslautern, das die Planung, die Ausschreibung und die Vorbereitung übernahm, und die Firma Eurovia aus Neunkirchen, die von der Stadt Zweibrücken den Zuschlag erhalten hatte und den Bau umgesetzt hat. Ihr Angebot war damals das Günstigste.

Doch was heißt das rückblickend genau? Die Arbeiten am Park-and-Ride-Parkplatz selbst verursachten Kosten in Höhe von etwa 690 000 Euro. Hierunter fallen der Bau des Parkplatzes selbst, aber auch der Bau der Fahrradboxen und der Fahrradabstellanlage. Sämtliche Arbeiten an der Straße, wie der noch anstehende Bau einer Bushaltestelle oder die bereits fertiggestellte Verkehrsinsel, verursachten Kosten in Höhe von 120 000 Euro. Ein Großteil der Kosten wird aber durch eine Förderung des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar abgedeckt.

Gar nichts zahlen müssen dagegen die Nutzer des Parkplatzes: Das Parken dort ist gebührenfrei. Entwarnung heißt es auch bei den Abbiegespuren. Die ursprüngliche Planung hatte vorgesehen, dass Autofahrer vom Bahnhaltepunkt-Parkplatz nur nach rechts in die Landauer Straße hätten abbiegen dürfen – und umständlich über den Niederauerbach-Kreisel hätten zurück fahren müssen, um Richtung Innenstadt zu kommen. Die Pläne wurden nach kritischen Stimmen im Stadtrat aber angepasst, so dass nun auch eine Spur für Linksabbieger existiert, sodass man direkt in die City kommt.

Die Frage, ob nun auch die Imbissbude „Mulis Treff“ zurückkehrt, welche bis Anfang 2024 noch in der Nähe der Bahnhaltestelle „Rosengarten“ noch Essen und Trinken anbot, ist noch nicht geklärt. Hier muss sich laut Oberbürgermeister Marold Wosnitza auch der Eigentümer noch entscheiden, man befinde sich momentan aber in Gesprächen mit ihm.

Sobald der Park-and-Ride-Parkplatz vollständig fertiggestellt ist, soll es noch eine größere Eröffnungsfeier geben, zu der auch Bürgerinnen und Bürger eingeladen sein werden.