25.04.2025 - Die Rheinpfalz -

Landauer Straße frei, Parkplatz geöffnet

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Bereits seit Gründonnerstag kann die Landauer Straße wieder frei befahren werden, ohne dass eine Baustelle die Durchfahrt blockiert. Autos dürfen seit Donnerstagnachmittag nun auch den neuen Parkplatz am Bahnhaltepunkt Rosengarten nutzen.
Von Gerhard Müller

Der Zufall will es, dass die Bahnstrecke Zweibrücken – Landau 2025 genau 150 Jahre alt wird. Im Reigen der Festivitäten, die zu diesem Anlass über die Bühne gehen sollen, wird im Frühsommer auch der fertige Um- und Ausbau des Platzes vor dem Bahnhaltepunkt Rosengarten mit der Öffentlichkeit gefeiert. Dies sagte Oberbürgermeister Marold Wosnitza am Donnerstagnachmittag an Ort und Stelle. Kann die am Bahnhalt vorbeiführende Landauer Straße nach ihrer baustellenbedingten Sperrung bereits seit Gründonnerstag wieder befahren werden, ist seit dem gestrigen Donnerstag auch der Parkplatz vor der Bahnstation zum Abstellen von bis zu 37 Autos geöffnet. Zudem haben die Stadtwerke dort eine Ladestation für E-Fahrzeuge aufgestellt.

„Die Straße war seit 31. März für den Durchgangsverkehr gesperrt“, erklärte der Rathauschef, dass man die Straße und den eigentlichen Parkplatz möglichst rasch wieder habe freigeben wollen. „Die Geduld der Autofahrer und auch der Anwohner hatten wir lange genug strapaziert“, bedankte sich Wosnitza auch beim Verein der Wassersportfreunde, der mit seinem Bootshaus besonders stark von den Absperrungen und Baumaßnahmen betroffen war.

Hatte sich am Donnerstag das Wegräumen der Sperrschilder als unspektakuläres, verregnetes Ereignis erwiesen, soll die offizielle Einweihung des Park-and-Ride-Platzes deutlich opulenter gefeiert werden. Bis dahin – Marold Wosnitza schätzt in etwa zwei Monaten – soll auch alles weitere Zubehör installiert sein, das im Moment noch fehlt. Die Rede ist von zwei Buswartehäuschen, überdachten Fahrradständern inklusive zehn abschließbarer Boxen sowie Ladestationen für Elektrofahrräder.

Heute schon fertig ist die neue Verkehrsinsel inmitten der Landauer Straße, die Fußgängern das Überqueren erleichtern soll. Der Oberbürgermeister betont, dass Autos den Park-and-Ride-Platz nicht nur nach rechts in Richtung Niederauerbacher Kreisel verlassen können, sondern auch nach links gen Innenstadt. Diese Möglichkeit war während der ersten Planungsphase noch ausgeschlossen worden, was damals Diskussionen auslöste. Neu ist auch die Fortführung des Radweges aus der Innenstadt. Derzeit endet er noch in Höhe der Abzweigung, die nach rechts in Richtung Contwig führt. „Die Vorbereitungen sind aber schon getroffen, dass der Radweg demnächst über den Rosenweg fortgesetzt wird. Dann ist für Fahrradfahrer die Route bis zur Fasanerie frei“, sagte Wosnitza. Einige Bäume, die im Herbst gepflanzt werden, sollen dem Areal den allerletzten Schliff verpassen.

Kommt Imbissbude zurück? Voraussetzungen hat man auch für die Rückkehr einer Imbissbude an den Rosengarten-Haltepunkt geschaffen. Nach Auskunft von UBZ-Vorständin Nicole Hartfelder wurden die dafür nötigen Leitungen während der Bauarbeiten gleich mitverlegt. „Ob der frühere Imbissbetreiber, der zwischenzeitlich an den Etzelweg umgezogen ist, hierher zurückkommt, wissen wir aber noch nicht.“ Wenn nicht, könne sich hier auch ein anderer Budenbetreiber ansiedeln. „Vor Jahren hatte der Stadtrat beschlossen, dass wir für den Rosengarten einen zusätzlichen Bahnhaltepunkt in Zweibrücken haben wollen“, erinnerte Marold Wosnitza an manches Wortgefecht, das seinerzeit um das Für und Wider geführt wurde. Schließlich habe die Deutsche Bahn (DB) das Projekt aufgegriffen, den Bahnhalt anlegen lassen und im Dezember 2021 in Dienst gestellt. Seither halten hier regelmäßig Züge der Regionalbahn. „Die Skepsis der Anfangszeit hat sich längst gelegt“, zitierte Wosnitza aus einer DB-Statistik, laut derer der Haltepunkt inzwischen täglich von mehr als 200 ein- und aussteigenden Bahnreisenden genutzt werde, „Auch die Deutsche Bahn sieht das als hervorragenden Wert an.“

Die Straßen- und Pflasterarbeiten wurden von der Neunkircher Baufirma Eurovia erledigt; unter örtlicher Oberaufsicht des städtischen Umwelt- und Servicebetriebs Zweibrücken (UBZ). Bauamtsleiter Christian Michels erläuterte am Donnerstag auf RHEINPFALZ-Anfrage, dass Ausbau und Befestigung des Park-and-Ride-Platzes mit 690.000 Euro zu Buche geschlagen hätten, während die Umgestaltung der Landauer Straße inklusive Verkehrsinsel und zweier Ladesäulen 120.000 Euro gekostet habe. Für ihren kommunalen Anteil an der Finanzierung erhalte die Stadt Zweibrücken insgesamt 375.000 Euro aus verschiedenen Fördertöpfen.