15.10.2025 - Die Rheinpfalz/br>
Was Homburg sich von der S-Bahn-Verlängerung erhofft
Bürgermeister Manfred Rippel nennt das Projekt einen „Meilenstein“ für die gesamte Region Von Gerhard Müller
Die Homburger Stadtverwaltung äußert sich positiv zum Thema S-Bahn-Verlängerung nach Zweibrücken. Bedenken früherer Jahre scheint sie mittlerweile ad acta gelegt zu haben.
Im Dezember 2028 soll die Verlängerung der S-Bahn aus dem Rhein-Neckar-Raum über Homburg hinaus bis nach Zweibrücken Wirklichkeit werden. Am vergangenen Samstag wurde bei einer Feier im Zweibrücker Hauptbahnhof der Startschuss für die Bauarbeiten zur Reaktivierung der Schienenstrecke gegeben. Beim Festakt war auch der Homburger Bürgermeister Manfred Rippel (CDU) zugegen. Am Dienstag nun nannte Rippel das Bahnprojekt in einer Stellungnahme einen „Meilenstein“ und einen „bedeutenden Schritt für unsere gesamte Region“. Der Kommunalpolitiker äußerte die Erwartung, dass „nicht nur die Mobilität“, sondern auch Homburgs „wirtschaftliche und touristische Attraktivität“ gestärkt werde. Langfristig werde die Reaktivierung „positive Impulse für den Standort Homburg setzen“.
In der Vergangenheit waren zu diesem Thema im Homburger Rathaus viele kritische Stimmen zu hören gewesen. Zum Beispiel wurde über Jahre hinweg argumentiert, dass die schnelle Bahnverbindung der länderübergreifenden Buslinie R7, die zwischen den beiden Nachbarstädten pendelt, die Kundschaft abspenstig zu machen drohe.
Auch die touristischen Ziele profitieren
„Durch die Wiederanbindung können wir einen Teil des Pendlerverkehrs auf die Schiene verlagern und so die Straßen im Bereich Einöd, Schwarzenacker und Beeden entlasten“, erklärte der Homburger Bürgermeister Manfred Rippel am Dienstag. „Gleichzeitig profitieren unsere touristischen Ziele – vom Römermuseum in Schwarzenacker über die Klosterruine Wörschweiler bis hin zum Biotop Beeden – von der verbesserten Erreichbarkeit.“
Zudem verspricht sich Rippel für den Homburger Hauptbahnhof eine höhere Besucherfrequenz; der öffentliche Personennahverkehr in der saarländischen Stadt werde „deutlich gestärkt“.