30.09.2025 - Die Rheinpfalz -
Mit Dampf durch den Pfälzerwald
Von Eckhard Buddruss
Am zweiten Oktoberwochenende sind Dampfzüge die Hauptattraktion der Jubiläumsfeier an der Bahnstrecke von Annweiler nach Zweibrücken. In den Zügen gelten reguläre Tickets.
Vor rund 25 Jahren wurde das Jubiläum der Queichtalbahn mit einer spektakulären Großveranstaltung gefeiert, die damals Dampflok-Fans sogar aus dem Ausland, vor allem viele Engländer, in die Pfalz lockte. Mit hohem Aufwand gelang es teilweise erstaunlich gut, reguläre Züge des Rheinland-Pfalz-Takts mit Dampf zu fahren (im Fachjargon: Plandampf). Sehr hilfreich war dabei der Einsatz besonders leistungsfähiger Schnellzugloks.
Im Vergleich zu dem Plandampf- Event vom Herbst 2000 ist das Programm, das am zweiten Oktoberwochenende geboten wird, relativ bescheiden. Es sind nur zwei Dampfloks im Einsatz und Plandampf ist heute kaum noch möglich, weil die Fahrpläne unter anderem durch zusätzliche Haltepunkte anspruchsvoller geworden sind. Ein entscheidendes Plandampf-Element bleibt aber erhalten: Die Dampfzüge fahren zusätzlich zum Regelfahrplan, aber es gelten hier, anders als etwa beim „Kuckucksbähnel“ von Neustadt nach Elmstein, reguläre Fahrkarten.
Meistens empfiehlt sich ein VRN-Tagesticket
Wer also ein Deutschlandticket hat, kann kostenlos mitfahren, und auch für Familien ohne Deutschlandticket ergeben sich dank der Tarife des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar (VRN) relativ moderate Preise. Meist empfiehlt sich ein VRN-Tagesticket, das es in Varianten für eine Person, zwei Personen oder einer Gruppe bis zu fünf Personen gibt. Wie sich zuletzt vor einem Jahr beim Eistalbahn-Jubiläum gezeigt hat, ist der Andrang auf die Dampfzüge bei solchen Gelegenheiten oft so groß, dass man manchmal kaum Chancen hat, bei einem Zwischenhalt noch einen Platz zu ergattern. Deutlich besser sind die Aussichten in aller Regel am Startbahnhof des Zuges. Platzreservierungen sind generell nicht möglich.
Organisiert wird die Veranstaltung vom Zweckverband öffentlicher Personennahverkehr (ZÖPNV) in Kaiserslautern, der auch für den regulären regionalen Schienenverkehr zuständig ist. Damit liegen die Fahrpläne für die Dampfzüge und die wegen der Dampfzüge nötigen Änderungen im Regelfahrplan in einer Hand.
Samstag: Zweibrücken–Pirmasens Nord
Am Samstag, 11. Oktober, fahren die Dampfzüge zwischen Zweibrücken und Pirmasens Nord mit der Dampflok 23 058 am einen Ende und einer V-100-Diesellok am anderen. Diese Konfiguration erspart aufwendige Rangiermanöver. Die Abfahrten in Pirmasens Nord nach Zweibrücken sind für 9 Uhr, 11 Uhr, 15 Uhr und 17 Uhr geplant. Bedient werden zwischen Pirmasens Nord und Zweibrücken jeweils alle Unterwegshalte. Ab Zweibrücken nach Pirmasens Nord sollen die Dampfzüge um 10 Uhr, 12 Uhr, 16 Uhr und 18 Uhr fahren.
Sonntag: Pirmasens Nord–Landau
Am Sonntag, 12. Oktober, wird die Strecke von Landau nach Pirmasens Nord befahren. Die Züge fahren dabei auf zwei separaten Abschnitten von Landau nach Annweiler und von Annweiler nach Pirmasens Nord beziehungsweise nach Dahn. Auf dem westlichen Teilabschnitt von Pirmasens Nord nach Annweiler sollen die Züge ab Pirmasens Nord um 8.40 Uhr, 13, 15, und 17 Uhr fahren. Abfahrten in Annweiler nach Pirmasens Nord sind um 11.25 Uhr, 13.30 Uhr und 15.20 Uhr vorgesehen. Um 9.30 Uhr und um 16.11 Uhr sollen Züge ab Annweiler nach Dahn fahren.
Von Landau nach Annweiler fahren Dampfzüge um 8.50 Uhr, 10.50 Uhr, 13 Uhr und 14.50 Uhr mit Halt an allen Zwischenstationen. Um 18.05 Uhr ab Landau fährt ein weiterer Zug mit Halt nur in Godramstein. In der Gegenrichtung fahren Züge ab Annweiler nach Landau mit Halt an allen Stationen um 9.35 Uhr, 11.28 Uhr und 14.01 Uhr. Um 17.43 Uhr fährt ein Zug ohne Halt bis Landau, ein Zug um 19.01 Uhr hält nur in Albersweiler. Der letzte Zug des Tages startet in Annweiler um 19.20 Uhr, hält bis Landau an allen Stationen und fährt dann nonstop bis Neustadt.