08.09.2025 - Die Rheinpfalz -

Bahnstrecke: Keine Perspektive für Oberleitung

Neustadt/Wörth. Eine Elektrifizierung der Bahnstrecke Neustadt – Landau – Wörth ist nicht in Sicht. Das hat das Bundesverkehrsministerium im Nachgang zur Sommerreise des neuen Verkehrsministers Patrick Schnieder (CDU) auf Anfrage mitgeteilt und dies mit der zu geringen Nachfrage einerseits sowie geeigneteren Alternativstrecken für den Güterverkehr und den Personenfernverkehr andererseits erklärt. Die Elektrifizierung sei zweimal geprüft worden: einmal, als es bei der Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans 2030 um den Westkorridor Mittelrhein-Pfalz–Oberrhein gegangen sei, und nochmals 2021 im Rahmen des Förderprogramms „Elektrische Güterbahn“. Beide Bewertungen seien wegen des fehlenden Nutzens für den Fern- und Güterverkehr zu keinem positiven Ergebnis gekommen. Die Wirtschaftlichkeit einer Elektrifizierung für den Schienenpersonennahverkehr wäre vom Land zu prüfen, so das Ministerium. Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd setzt stattdessen auf Akkuzüge, die schrittweise ab Dezember die nicht oder nur teilweise elektrifizierten Strecken im sogenannten Pfalznetz befahren sollen. Bundesweit ist die Ablösung von Dieseltriebwagen angelaufen, die auf den nicht elektrifizierten Strecken im Bahnverkehr bisher dominieren. Dabei konkurrieren Wasserstoffzüge und Akku-Hybrid-Triebwagen. In der Pfalz entschied der Zweckverband zugunsten der Akku-Hybrid-Technik. boe/kad