14.06.2025 - Die Rheinpfalz -

Neuer Bahnhof: Rat befürchtet Chaos
Statt 28 Parkplätze gibt es künftig nur noch sechs

Von Paul Helmut Kreiner
Einöd. Wenn die Bahnlinie von Homburg nach Zweibrücken reaktiviert wird, bekommt Einöd einen krachneuen Bahnhof spendiert. Ein Detail sorgt im Einöder Rat jedoch für Kritik.

Der neue Einöder Bahnhof soll etwas weiter in Richtung Schwarzenacker gebaut werden – zwischen Raiffeisenstraße und Kirchenpfad. Der alte Bahnhaltepunkt – ein Haltepunkt hat nur ein Gleis, ein Bahnhof mehrere – verschwindet künftig. Am Einöder Bahnhof gibt es dann künftig die Umsteigemöglichkeit: Entweder mit dem Zug nach Homburg oder nach Saarbrücken. Im Rat gibt es am Plan, wie der Bahnhof einst aussehen soll, herbe Kritik: zu wenig Parkplätze.

Aktuell können vorm Einöder Haltepunkt 28 Autos parken, hinzu kommen Stellplätze für Fahrräder. Und die Parkplätze reichen aktuell gerade so aus. Laut Plan soll der neue Bahnhof lediglich sechs Auto-Parkplätze bekommen, einer davon ist ein Behindertenparkplatz. „Das wird ein komplettes Verkehrschaos geben“, ist sich Tobias Niepagen (SPD) sicher. Die Bahnfahrer kämen nicht nur aus Einöd, sondern auch aus Wattweiler. Marie-Luise Eis-Pick (CDU) kritisiert an anderer Stelle den Bahnhofs-Plan: Laut dem Gutachten sei der neue Bahnhof von allen Einödern binnen 15 Minuten Fußmarsch gut zu erreichen, einen zusätzlichen Nahverkehr in die Wohngebiete brauche es daher nicht. Eis-Pick erinnert, dass in vielen Baugebieten Einöds Senioren wohnen, die diesen Fußmarsch, der stellenweise stark bergauf geht, nicht mehr schaffen und deshalb mit dem Auto zum Bahnhof fahren werden.

Fällt der Halt in Schwarzenbach weg?

Laut Niepagen könnte zudem der geplante Haltepunkt in Schwarzenbach wegfallen. Diese Idee wird auch im Gutachten des Planungsbüros diskutiert. „Durch einen Entfall des Haltepunktes Schwarzenbach werde eine Reduzierung der Fahrzeit um eine Minute ermöglicht und in der Folge eine Erhöhung der Anschlusssicherheit erreicht. Des Weiteren werden durch den Verzicht des Haltepunktes Kosten eingespart“, heißt es darin. Das Mobililtätsministerium befürchte zudem eine erhöhte Gefahr des Vandalismus, zudem sei man dort der Meinung, dass es kaum einen Unterschied mache, ob man von Schwarzenbachs Wohnsiedlungen zum Haltepunkt Schwarzenbach oder Schwarzenacker läuft beziehungsweise mit dem Fahrrad fährt. Ein weiteres Argument gegen den Schwarzenbacher Haltepunkt.