03.02.2021
Die Rheinpfalz

Mit dem Zug nach Homburg und mit dem Bus nach Bitsch / Auf der richtigen Schiene

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Bei ihrem Zweibrücken-Besuch zeigte sich die Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Mittwoch erleichtert darüber, dass die Wiederbelebung der Bahnstrecke nach Homburg fast geschafft ist. Nun soll auch noch ein Bus nach Bitsch fahren.
Von Georg Altherr

Zweimal hat die Ministerpräsidentin ihren Besuch in Zweibrücken schon verschoben. Gestern konnte er nun erfolgen, aber der eigentlich vorgesehene Kontakt mit den Bürgern, den gab’s nur indirekt: Dreyer saß im Ratssaal, die Bürger waren online zugeschaltet. Die Zuschauer konnten Dreyer sehen, aber Dreyer konnte nicht in die Wohnzimmer der Fragesteller schauen.

Eine Bürgerin fragte Dreyer nach ihrer ersten Bahnfahrt. Die Ministerpräsidentin erinnerte sich gerne daran, wie sie als Kind mit ihrem Bruder und den Eltern in Apulien auf einem Bahngleis stand - und wegen eines Missverständnisses zwei Stunden auf den nächsten Zug wartete. Eine andere wollte wissen, was für Malu Dreyer zu einer Bahnfahrt gehöre. Die Antwort: „Ein Kaffee und etwas Süßes.“

Politisch war es zuvor. Dreyer berichtete, dass die Bahn vergangene Woche mitgeteilt habe, dass vor der Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Zweibrücken-Homburg keine neue Wirtschaftlichkeitsberechnung mehr erfolge. Damit könne das Planfeststellungsverfahren beginnen. „Wenn sich dabei die Einwendungen in Grenzen halten“, so Dreyer, dann könne wohl im Sommer der Vertrag mit dem Saarland, der Bahn und dem Verkehrsverbund unterschrieben werden. „Dann kommt der Bund und dann können die Arbeiten europaweit ausgeschrieben werden“, ergänzte Dreyers Projektbeauftragter Werner Schreiner. Spätestens 2025 soll die Bahn dann wirklich fahren.

Kaum ist die Sache auf dem richtigen Gleis, gibt es schon eine neue Idee: eine Busverbindung von Zweibrücken nach Bitsch. Schreiner hat ein neues Programm der EU ausfindig gemacht, mit dem die Busverbindung gefördert werden könnte.